Himmelslaternen: Verkauf erlaubt, anzünden verboten

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Himmelslaternen dürfen verkauft, aber nicht gezündet werden. Auf diese widersprüchliche Rechtslage müssen Händler nach unserer Ansicht beim Verkauf der Papierlampions ausdrücklich hinweisen. 

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Die Rechtslage ist für Käufer paradox: Himmelslaternen dürfen zwar in Deutschland verkauft und erworben werden. Sie dann aber entflammt gen Himmel steigen zu lassen, ist bundesweit - abgesehen von seltenen, behördlich genehmigten Ausnahmen - gesetzlich strikt verboten. Wir meinen, Händler sind verpflichtet, Verbraucher über Eigenschaften, Nutzungsbestimmungen und Risiken von Produkten zu informieren - also auch über das hier vorliegende Nutzungsverbot. Sechs Online-Händler, die dieser Informationspflicht nicht nachgekommen waren, wurden von uns daher abgemahnt.

Die Firmen Jadeo, Trendartikelmarkt Karton 24, Westworld und FixeFete.de haben eine Unterlassungserklärung abgegeben. Amazon hat nach Erhalt der Abmahnung mitgeteilt, sie hätten den Verkauf von Himmelslaternen komplett eingestellt. Der Internethändler Alsino bestreitet, Himmelslaternen auch an Privatkunden in Deutschland zu verkaufen. Ein entsprechender Testkauf belegt jedoch das Gegenteil, weshalb wir Klage gegen Alsino erheben werden. Ein weiterer Online-Händler, Eifel-Luftballons.de, wurde später abgemahnt und kann die geforderte Unterlassungserklärung noch einreichen.

Lesen Sie dazu auch unsere Pressemeldung zum Thema.

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